Familienplanung – Vasektomie & Zeugungsfähigkeit
Kinderwunsch und Verhütung spielen in vielen Partnerschaften und Familien eine grosse Rolle. Wenn Sie als Mann Fragen zu Sterilisierung (Vasektomie) oder zur Zeugungsfähigkeit (Fruchtbarkeit) haben: Das Team der Urologie Aarau steht Ihnen bei Fragen der Familienplanung gerne zur Seite.
Familienplanung im Überblick
Familienplanung und Kinderwunsch: Zeugungsfähigkeit beim Mann
Ein unerfüllter Kinderwunsch kann eine grosse emotionale Belastung darstellen. Viele Frauen und Männer nehmen an, dass Fruchtbarkeitsprobleme überwiegend bei der Frau liegen. Das trifft allerdings nicht zu: Etwa in der Hälfte der Fälle von unerfülltem Kinderwunsch sind die Ursachen beim Mann zu finden. Deshalb bietet die Urologie Aarau umfassende Diagnostik und Behandlungen, um die Fruchtbarkeit von Männern gezielt zu überprüfen und zu fördern.
Die Diagnose von Zeugungsunfähigkeit bei Männern
Die Diagnostik von Störungen der Zeugungsfähigkeit bei Männern beginnt mit einem ausführlichen Gespräch (Anamnese), in dem wir alle relevanten medizinischen und persönlichen Informationen mit Ihnen besprechen. Daran schliessen sich spezielle Untersuchungen an.
Spermiogramm: Eine detaillierte Analyse der Spermienqualität (Anzahl, Beweglichkeit, Form und mehr) liefert erste wichtige Hinweise auf die Fruchtbarkeit des Mannes.
Hormonuntersuchungen: Die Funktion der Hoden und die Spermienbildung werden durch Botenstoffe (Hormone) gesteuert. Zwei der wichtigsten Hormone in diesem Zusammenhang sind das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH). Hormonelle Störungen betreffen mitunter auch die Bildung von Testosteron, Prolaktin oder Inhibin B.
Ultraschalluntersuchung: Eine bildliche Darstellung der Hoden und Nebenhoden hilft, anatomische Veränderungen oder Blockaden in den Samenleitern als Ursache von männlicher Unfruchtbarkeit auszuschliessen.
Genetische Tests: Mitunter ist männliche Zeugungsunfähigkeit durch erbliche Faktoren bedingt. Analysen der Erbinformationen (Gentests) geben Aufschluss über genetische Anomalien, die die Fruchtbarkeit beeinflussen.
Behandlung von männlicher Zeugungsunfähigkeit
Aus Basis der Diagnoseergebnisse entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan. In den meisten Fällen hat sich die Kombination von mehreren Ansätzen als am erfolgversprechendsten herausgestellt. Wahr ist aber leider auch, dass selbst modernste Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten nicht immer zum gewünschten Ergebnis führen.
Medikamentöse Behandlung: Hormonelle oder entzündungshemmende Medikamente können bei vielen Männern die Spermienproduktion und -qualität zu verbessern.
Chirurgische Eingriffe sind vor allem erfolgversprechend, wenn anatomische Veränderungen die Fruchtbarkeit mindern. Krampfadern am Hoden (Varikozele) beispielsweise lassen sich mit einem minimalinvasiven Eingriff in der Regel leicht entfernen. Ein anderer operativer Eingriff ist die mikrochirurgische Refertilisierung, bei der eine Vasektomie rückgängig gemacht werden kann.
Beratung und Lebensstiländerung: Häufig wird männliche Unfruchtbarkeit durch ungünstige Verhaltensweisen wenigstens begünstigt. Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und starkes Übergewicht beispielsweise beeinflussen die männliche Fruchtbarkeit negativ. Auch psychische Komponenten wie Stress oder Ängste und die damit einhergehenden Einwirkungen auf den Hormonhaushalt und den Stoffwechsel können die Zeugungsfähigkeit von Männern belasten.
„Als Urologen sind wir Spezialisten für die Zeugungsfähigkeit des Mannes – und begleiten Sie und Ihre Partnerin gerne auf dem Weg zur Erfüllung Ihres Kinderwunsches.“
Prof. Dr. med. Stephen Wyler, Facharzt für Urologie
Vasektomie: Ein sicheres Mittel der Familienplanung
Die Vasektomie, auch Sterilisation des Mannes genannt, ist die einzige sichere Methode der dauerhaften Verhütung für Männer. In der Urologie Aarau können Sie diesen kleinen Eingriff in unserem ambulanten OP vornehmen lassen.
Was ist eine Vasektomie?
Die Vasektomie ist ein kurzer, ambulanter Eingriff, bei dem die Samenleiter durchtrennt oder blockiert werden, um den Transport von Spermien zu verhindern. Dies führt zu einer dauerhaften Unfruchtbarkeit, ohne sexuelle Funktion oder Hormonproduktion zu beeinträchtigen.
Wie läuft eine Vasektomie ab?
Vor der Vasektomie informieren wir Sie umfassend über Risiken und Alternativen, damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können.
Wie lange dauert eine Vasektomie? Der Eingriff erfolgt in unserem ambulanten Praxis-OP und dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Nach einer kurzen Wartezeit können Sie die Praxis schon wieder lassen. Um sich zu schonen, sollten Sie sich nach der Vasektomie abholen lassen.
Was ist eine Vasektomie?
Die Vasektomie ist ein kurzer, ambulanter Eingriff, bei dem die Samenleiter durchtrennt oder blockiert werden, um den Transport von Spermien zu verhindern. Dies führt zu einer dauerhaften Unfruchtbarkeit, ohne sexuelle Funktion oder Hormonproduktion zu beeinträchtigen.
Ablauf: Vasektomie im Überblick
Lokale Betäubung: Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung. Eine Injektion betäubt den Bereich des Hodensacks, sodass Sie während des Eingriffs keine Schmerzen verspüren. Sollten Sie von der Vasektomie gar nichts mitbekommen wollen, können wir auf Wunsch den Eingriff auch in einer kurzen Vollnarkose vornehmen.
Freilegung der Samenleiter: Die Samenleiter werden in der Regel mit einer der zwei folgenden Methoden freigelegt:
- Konventionelle Methode: Der Zugang zu den Samenleitern erfolgt über einen oder zwei kleine Schnitte im Hodensack
- No-Scalpel-Vasektomie (NSV): Bei dieser neueren Methode wird anstatt eines Schnitts ein kleines Loch in die Haut des Hodensacks gemacht. Dies reduziert das Risiko von Komplikationen und verkürzt die Heilungszeit.
Durchtrennen der Samenleiter: Die Samenleiter, die die Spermien von den Hoden zur Prostata transportieren, werden durchtrennt. In der Regel wird an beiden Samenleitern ein kleiner Teil entfernt. Die durchtrennten Enden werden durch Fäden und durch Hitze (Elektrokauterisation) verschlossen. Diese Blockierung verhindert, dass Spermien in die Samenflüssigkeit gelangen.
Verschliessen der Haut: Bei der konventionellen Methode wird der Schnitt im Hodensack mit einer oder zwei Nähten verschlossen. Die Fäden lösen sich nach ca. 10 Tagen selber auf und fallen ab. Bei der No-Scalpel-Methode ist oft keine Naht erforderlich, da die Hautöffnung sehr klein ist.
Nachsorge und Kontrolle
Nach der Vasektomie besprechen wir mit Ihnen ausführlich die Wundpflege sowie die (noch) notwendigen Massnahmen zur Empfängnisverhütung. Bei einer Kontrolle nach einigen Wochen wird geprüft, dass tatsächlich keine Spermien mehr im Ejakulat vorhanden sind. Von diesem Zeitpunkt an sind dann keine empfängnisverhütenden Massnahmen mehr nötig.
Welche Vorteile bietet eine Vasektomie?
Hohe Sicherheit: Die Vasektomie ist die sicherste Methode der Verhütung für Männer – mit einer Erfolgsrate von über 99 Prozent.
Keine langfristigen Nebenwirkungen: Der Eingriff beeinträchtigt weder die Libido noch die sexuelle Leistungsfähigkeit.
Kostenersparnis und Komfort: Im Vergleich zu anderen dauerhaften Verhütungsmethoden ist die Vasektomie kostengünstig und benötigt keine langfristige Medikamenteneinnahme.
Sollten Sie Fragen zur Vasektomie oder zur Familienplanung haben: Wir stehen Ihnen gerne für ein unverbindliches Beratungsgespräch zur Verfügung.
Sie haben Fragen zur Vasektomie?
Sollten Sie Fragen zur Vasektomie oder zur Familienplanung haben: Wir stehen Ihnen gerne für ein unverbindliches Beratungsgespräch zur Verfügung.
Weiterführende Inhalte: Urologie für Männer
