Allgemeine Urologie

Ob Inkontinenz, Beschwerden beim Wasserlösen (Miktionsbeschwerden), Nierensteine, Blasensteine oder sexuell übertragbare Krankheiten und vieles mehr: Die Urologie Aarau bietet Ihnen das komplette Spektrum der allgemeinen Urologie. Von der Diagnose über Behandlung und Operation bis Nachsorge ist unser Team gerne für Sie da. Mit Expertise. Mit modernster Technologie. Mit Empathie und Zeit für Ihre Anliegen. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen eine Auswahl der Leistungen vor. Und wenn Sie Fragen haben: Kommen Sie gerne jederzeit auf uns zu.

Inkontinenz

Inkontinenz ist ein oft tabuisiertes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Inkontinenz beschreibt den unkontrollierten Verlust von Urin. Sie kann verschiedene Ursachen haben – von einer schwachen Beckenbodenmuskulatur über neurologische Störungen bis hin zu altersbedingten Veränderungen oder Reizblase. Wir verstehen, dass Inkontinenz eine erhebliche Belastung für die Lebensqualität darstellen kann.

Häufige Ursachen von Inkontinenz

In unserer Praxis bieten wir Ihnen eine umfassende Diagnostik und Therapieplanung an, unter anderem zu den folgenden Beschwerdebildern.

Belastungs- und Stressinkontinenz meint, dass Urinverlust durch körperliche Anstrengungen wie Husten, Niesen, Lachen oder Heben schwerer Gegenstände ausgelöst wird. Ursachen ist oft eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur oder des Schliessmuskels der Harnröhre.

Dranginkontinenz ist gekennzeichnet durch einen plötzlichen, starken Harndrang, der zu ungewolltem Urinverlust führt. Dranginkontinenz entsteht häufig durch eine Überaktivität der Blasenmuskulatur, die sich zusammenzieht, selbst wenn die Blase nur teilweise gefüllt ist.

Reizblase oder überaktive Blase sind gekennzeichnet durch häufigen, plötzlich auftretenden Harndrang, der tagsüber und nachts auftritt. Die genaue Ursache ist oft unklar, kann aber durch neurologische Störungen, hormonelle Veränderungen oder Blasenentzündungen bedingt sein.

Neurogene Blasenfunktionsstörungen: Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Rückenmarksverletzungen, Schlaganfälle oder Bandscheibenvorfälle können neurogene Blasenfunktionsstörungen verursachen, die häufig zu In Inkontinenz führen. Hier finden Sie ausführliche Informationen dazu: Neurogene Blasenfunktionsstörungen

Prof. Dr. Wyler im Gespräch mit Patientin | Urologie Aarau

Inkontinenz nach Schwangerschaft und Geburt

Inkontinenz nach Schwangerschaft und Geburt lässt sich in der Regel. Nach einer eingehenden Diagnose erstellen wir in der Urologie Aarau gemeinsam einen genau auf Sie abgestimmten Behandlungsplan. Weitere Information finden Sie hier: Inkontinenz nach Schwangerschaft und Geburt

Miktionsbeschwerden: Beim Wasserlösen wieder zur gewohnten Leichtigkeit finden

Probleme beim Wasserlösen bezeichnen Mediziner als Miktionsbeschwerden. Typische Symptome von Miktionsbeschwerden sind beispielsweise Schwierigkeiten bei der Initiierung des Wasserlösens, ein schwacher Harnstrahl, häufiges Wasserlösen oder nächtlicher Harndrang. Diese Symptome können durch Erkrankungen ausgelöst werden, beispielsweise durch eine Vergrösserung der Prostata, Harnröhrenverengungen, neurogene Blasenfunktionsstörungen oder Blasenentzündungen.

Unser Ansatz zur Behandlung von Miktionsbeschwerden umfasst:

Präzise Diagnostik: Eine gründliche Untersuchung mit modernen Techniken wie Videourodynamik, Uroflowmetrie oder Ultraschall hilft uns, die genaue Ursache Ihrer Beschwerden zu ermitteln.

Individuell abgestimmte Therapie: Abhängig von der Diagnose bieten wir eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten an, darunter medikamentöse Therapien, physikalische Therapieformen oder auch gezielte schonende operative Eingriffe.

Minimal-invasive Verfahren: Wenn ein chirurgischer Eingriff erforderlich ist, setzen wir auf moderne, minimal-invasive Techniken, die eine schnelle Erholung ermöglichen.

Urologe Prof. Dr. med. Stephen Wyler | Urologie Aarau

„Viele unserer Patientinnen und Patienten spüren sehr früh, wenn beim Wasserlösen etwas nicht stimmt. Um Komplikationen zu vermeiden, mein Rat: Folgen Sie diesem Gefühl und lassen Sie sich untersuchen.

Prof. Dr. med. Stephen Wyler, Facharzt für Urologie

Harnwegsinfektionen

Harnwegsinfektionen sind weit verbreitet – bei Männern und bei Frauen. Bei Frauen sind sie allerdings sehr viel häufiger, weil Infektionskeime wie Bakterien durch die kurze weibliche Harnröhre schneller aufsteigen als bei Männern. Harnwegsinfektionen sind gut behandelbar. Aber es ist wichtig, die Ursachen zu erkennen und präventive Massnahmen zu ergreifen, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.

Symptome: Schmerzen oder Brennen beim Wasserlösen

Harnwegsinfektionen gehen häufig mit Schmerzen oder Brennen beim Wasserlösen einher. Typische Ursachen sind beispielsweise:

Die häufigsten Ursachen von Harnwegsinfektionen

Die häufigsten Ursachen und Risikofaktoren für Harnwegsinfektionen sind:

Bakterielle Besiedelung: In den meisten Fällen werden Harnwegsinfektionen durch Bakterien aus dem Darm verursacht, insbesondere durch Escherichia coli (E. coli). Diese Bakterien gelangen häufig durch Schmierinfektionen in die Harnröhre und wandern dann in die Blase. Frauen sind aufgrund der kürzeren Harnröhre und der Nähe von Harnröhre, Vagina und Anus anfälliger für solche Infektionen.

Geschlechtsverkehr kann das Risiko einer Harnwegsinfektion erhöhen, da dabei Bakterien in die Harnröhre gelangen können. Auch der Gebrauch von Spermiziden und Diaphragmen kann das Risiko erhöhen, indem sie die natürliche bakterielle Flora stören oder die Blase nicht vollständig entleeren lassen

Unvollständige Blasenentleerungen erhöhen das Risiko von Harnwegsinfektionen, weil eine erhöhte Verweildauer von Urin in der Blase das Wachstum von Bakterien begünstigt. Deshalb sind Harnwegsinfektionen häufig bei älteren Menschen, Männern mit einer vergrösserten Prostata oder Menschen mit neurologischen Erkrankungen und Einschränkungen der Blasenfunktion (siehe auch neurogene Blasenfunktionsstörungen).

Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes schwächen das Immunsystem, lassen oft den Zuckergehalt im Urin steigen – und erhöhen damit auch das Risiko für Harnwegsinfektionen.

Anatomische oder funktionelle Anomalien wie angeborene Fehlbildungen der Harnwege, Harnröhrenverengungen oder Blasenfunktionsstörungen können das Risiko einer Infektion erhöhen, da sie den normalen Harnfluss behindern.

Diagnose und Behandlung von Harnwegsinfektionen

Als Urologinnen und Urologen sind wir Spezialisten für Diagnose und Behandlung von Harnwegsinfektionen. Unabhängig von der Ursache der Harnwegsinfektion: Unsere Priorität ist es, die für Sie beste und schonendste Behandlung zu finden. Wenn Sie Fragen haben: Wir sind gerne für Sie da.

Steinleiden: Nierensteine, Blasensteine und Harnsteine

Steinleiden wie Nierensteine oder Blasensteine sind eine sehr häufige urologische Erkrankung. Studien gehen davon aus, dass bis zu vier Prozent der Menschen in Mitteleuropa von Steinleiden in den Harnwegen betroffen sind. Am häufigsten sind sie bei Männern zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Wer einmal Harnsteine hatte, wird mit 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit erneut Nieren- oder Blasensteine entwickeln.

Harnsteine: Was sind Blasensteine und Nierensteine?

Nahezu alle Steine, die sich im Bereich des Urogenitalstrakts und der Nieren bilden, bestehen aus – volksmündisch – Harnstein. Dabei handelt es sich verfestigte Ablagerungen (Konkremente) aus Substanzen im Urin. Je nachdem, wo diese Harnsteine sich bilden oder entdeckt werden, werden sie als Nierensteine oder Blasensteine bezeichnet.

Harnsteinleiden sind ernsthafte Erkrankungen, die zu schweren Komplikationen bis hin zum Nierenversagen führen können. Deshalb sollten sie so früh wie möglich behandelt werden.

Symptome: Nierensteine und Blasensteine

Die Symptome von Nieren- oder Blasensteinen sind nicht spezifisch und können auch andere Ursachen haben. Mögliche Symptome von Nierensteinen und Blasensteinen sind:

  • Plötzlich einsetzende starke, krampfartige Schmerzen in Unterleib oder unterem Rücken (beispielsweise Nierenkoliken durch Nierensteine)
  • Blut im Urin (Hämaturie), das als rosa, rot oder braun gefärbter Urin sichtbar wird. Manchmal ist das Blut im Urin nicht sichtbar (mikroskopische Hämaturie), kann aber bei einer Urinuntersuchung festgestellt werden.
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlösen
  • Häufiger Harndrang mit kleinen Mengen Urin
  • Unterbrochener oder stotternder Harnstrahl
  • Harnverhalt: In seltenen Fällen kann ein grosser Stein die Harnwege blockieren und das Wasserlösen blockieren. Harnverhalt ist ein medizinischer Notfall und erfordert schnellstmögliche Abklärung.
  • Trüber oder stark riechender Urin kann ein Hinweis darauf sein, dass zusätzlich zu den Steinen eine Infektion im Harntrakt vorliegt.
Harnsteine Nierensteine | Urologie Aarau

Diagnose und Behandlung von Harnsteinen

Die Urologinnen und Urologen der Urologie Aarau bieten Ihnen umfassende Diagnose- und Behandlungsoptionen für Nieren- und Blasensteine. Das umfasst beispielsweise jahrzehntelange Erfahrung in der Anwendung besonders schonender minimalinvasiver Methoden der Steinentfernung – von der Harnsteinzertrümmerung durch Stosswellenlithotripsie über endoskopische Eingriffe wie die Ureterorenoskopie (URS) bis zu komplexeren Eingriffen wie der Nephrolithotomie (Entfernung der Steine über einen kleinen Hautschnitt).

Sexuell übertragbare Krankheiten

Sexuell übertragbare Krankheiten verbreiten sich immer weiter. Der wichtigste Grund dafür: Erkrankungen wie Infektionen mit Chlamydien, Gonorrhö (Tripper), Syphilis oder Herpes genitalis sind für viele Menschen mit Scham und Ängsten behaftet. Als Urologinnen und Urologen wissen wir um diese Befindlichkeiten. Und bieten Ihnen in der Urologie Aarau einen geschützten Raum, in dem Sie offen sprechen können – und verlässlich Hilfe finden.

Hier finden Sie ausführliche Informationen über sexuell übertragbare Erkrankungen.

Neben der Diagnose und Behandlung von sexuell übertragbaren Krankheiten bildet die Aufklärung über Geschlechtskrankheiten einen wichtigen Bestandteil unserer Arbeit. Das reicht von der richtigen Anwendung von Kondomen und anderen Schutzmassnahmen bis zur Impfung gegen bestimmte Erreger wie das Humane Papillom Virus (HPV).

HPV-Schutzimpfung

Die HPV-Schutzimpfung gilt weltweit als wichtigste Vorbeugungsmassnahme für den Schutz von Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs sowie für den Schutz vor Genitalwarzen. Damit die Impfung ihre wolle Wirksamkeit entfaltet, sollte sie allerdings vor dem ersten Sexualkontakt abgeschlossen sein. Deshalb empfehlen das Bundesamt für Gesundheit und die Eidgenössische Kommission für Impffragen die HPV-Impfung von Jugendlichen im Alter von 11 bis 14 Jahren. Die Empfehlung gilt ausserdem für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von bis zu 26 Jahren. Für diese Gruppen (also 11 bis 26 Jahre) werden die Kosten der Impfung von der Krankenversicherung übernommen, wenn die Impfung im Rahmen kantonaler Programme erfolgt.

Wovor schützt die HPV-Schutzimpfung?

Die HPV-Schutzimpfung schützt vor der Entstehung verschiedener Krebsarten und anderen gesundheitlichen Problemen. Dazu gehören:

Schutz vor Gebärmutterhalskrebs: Fast alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs werden durch eine Infektion mit Hochrisiko-HPV-Typen (vor allem Typ 16 und 18) verursacht. Die HPV-Impfung schützt vor diesen häufigsten und gefährlichsten HPV-Typen, die weltweit für etwa 70 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind.

Schutz vor anderen Krebsarten: Neben Gebärmutterhalskrebs begünstigen HPV-Infektionen auch andere Krebsarten wie Analkrebs (90 Prozent der Fälle mit HPV-Infektion assoziiert), Vaginalkrebs (70 Prozent) und Vulvakrebs (50 Prozent). Auch die ansteigenden Fallzahlen von Rachenraumkrebs und Peniskrebs führen Experten unter anderem auf die Verbreitung von HPV zurück.

Schutz vor Genitalwarzen: Einige HPV-Typen, sogenannte Niedrigrisiko-HPV-Typen wie die Typen 6 und 11, verursachen Genitalwarzen (Kondylome). Diese Warzen sind zwar in der Regel gutartig, können aber auch lästig und schmerzhaft sein und eine wiederholte Behandlung erfordern.

Wie verträglich ist die HPV-Schutzimpfung?

Die HPV-Schutzimpfung wird weltweit seit vielen Jahren angewendet. Umfangreiche Studien belegen, dass die Impfung sehr gut verträglich ist. Nebenwirkungen sind selten und meistens auf vorübergehende Beschwerden wie Schmerzen an der Injektionsstelle, leichtes Fieber oder Kopfschmerzen beschränkt.

HPV Schutzimpfung Mädchen | Urologie Aarau

Wie sicher ist die HPV-Impfung?

Die HPV-Impfung ist sehr wirksam. Studien zeigen, dass sie einen nahezu vollständigen Schutz vor den HPV-Typen bietet, gegen die geimpft wird. Da HPV fast immer durch sexuelle Aktivität verbreitet wird, ist die Impfung ist am wirksamsten, wenn sie vor dem ersten Sexualkontakt erfolgt.

Zweitmeinungen

Die moderne Medizin schafft fortwährend neue Möglichkeiten in Diagnose und Therapie. Doch: Was ist sinnvoll? In welcher Situation? Mit welchen Risiken behaftet? Selbst Fachleuten fällt es mitunter schwer, die richtige Wahl zu treffen. Und dann besteht auch noch die Möglichkeit einer Fehldiagnose. Was können Sie also tun? Wir empfehlen, vor wichtigen Entscheidungen eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen. Mehr dazu finden Sie hier: Zweitmeinungen