Urologie für Frauen

Bei Urologie denken viele Menschen an Männergesundheit und Prostata. Tatsächlich aber liegt der Anteil der Frauen in ambulanten urologischen Praxen bei etwa 30 Prozent. Lassen Sie uns bei der Terminvereinbarung wissen, wenn Sie eine Beratung oder Untersuchung durch eine Urologin wünschen.

Warum wir eine Urologie für Frauen anbieten

Ob Männer oder Frauen: Der Besuch einer urologischen Praxis ist bei beiden Geschlechtern oft mit einem Gefühl von Unsicherheit oder Scham verbunden. Wir möchten dazu beitragen, diese Hemmschwelle zu überwinden und bieten mit der Urologie für Frauen einen geschützten Raum für unsere Patientinnen, in dem Sie offen sprechen können und Hilfe finden. 

PD Dr. Dr. med Stephanie Knüpfer untersucht Patientin am Ultraschall

Urologin in der Praxis Urologie Aarau

PD Dr. Dr. med. Stephanie Knüpfer ist Fachärztin für Urologie und Expertin für Neuro-Urologie. Sie ist spezialisiert auf die Diagnose und Behandlung von Inkontinenz, Miktionsbeschwerden, neurogenen Blasenfunktionsstörungen, Videourodynamik und medikamentöse Tumortherapie.

Warum gehen Frauen zum Urologen?

Viele Menschen betrachten die Urologie als medizinisches Fachgebiet, das sich vor allem mit der Gesundheit von Männern befasst. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit: denn der Anteil der Patientinnen in der ambulanten Urologie liegt – je nach Praxis – zwischen 20 und 30 Prozent. Übrigens steigt auch die Zahl der stationär und ambulant tätigen Urologinnen immer weiter. In der Schweiz liegt der Anteil der Urologinnen mittlerweile bei 15 Prozent. Hier lernen Sie die häufigsten Gründe kennen, warum Frauen zum Urologen gehen.

Inkontinenz nach Schwangerschaft und Geburt: Was hilft?

Inkontinenz nach Schwangerschaft und Geburt lässt sich fast immer sehr gut behandeln. Nach einer eingehenden Diagnose erstellen wir in der Urologie Aarau gemeinsam einen genau auf Sie abgestimmten Behandlungsplan.

Beckenbodentraining: Ein Baustein in der Behandlung ist das gezielte Training des Beckenbodens. Spezielle Übungen helfen, die Muskulatur zu stärken und die gewohnte Kontrolle über die Blase wieder herzustellen. Spezialisierte Programme zur Beckenbodengymnastik bieten wir Ihnen in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Physiotherapeutinnen an. Studien belegen, dass ein gezieltes Beckenbodentraining während der Schwangerschaft das Risiko für Inkontinenz nach der Geburt deutlich senken kann.

Pessare und Hilfsmittel: Spezielle Pessare aus Silikon sind Studien zufolge geeignet, um den Beckenboden schon früh nach einer Geburt zu entlasten. Ob sie allerdings wirklich zur Erholung des Beckenbodens beitragen, wird gegenwärtig noch erforscht. Andere Hilfsmittel sind Schaumstoff-Tampons oder Harnröhren-Pessare.

Medikamentöse Therapien von Inkontinenz in Schwangerschaft und Stillzeit sind in der Regel keine Option, da die Medikamente den Fötus schädigen oder mit der Muttermilch in das Neugeborene gelangen können.

Operative Therapie: In schweren Fällen von Beckenbodenschwäche lässt sich Inkontinenz durch verschiedene operative Verfahren verringern oder beheben. Unsere erfahrenen Operateurinnen und Operateure stellen Ihnen die für Sie optimale Lösung gerne vor – und begleiten Sie von der Beratung über die Operation bis zur Nachsorge.

Urologin PD Dr. Dr. med. Stephanie Knüpfer Portrait

„Inkontinenz nach Schwangerschaft und Geburt ist kein Schicksal. Lassen Sie uns darüber sprechen – und gemeinsam die für Sie am besten passende Lösung finden.“

PD Dr. Dr. med. Stephanie Knüpfer, Fachärztin für Urologie

Formen und Ursachen von Inkontinenz

Inkontinenz ist ein oft tabuisiertes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Sie kann verschiedene Ursachen haben – von einer schwachen Beckenbodenmuskulatur über neurologische Störungen bis hin zu altersbedingten Veränderungen oder Reizblase. Wir verstehen, dass Inkontinenz eine erhebliche Belastung für die Lebensqualität darstellen kann – und entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept. Weitere Informationen finden Sie hier: Formen und Ursachen von Inkontinenz

Blasenentzündungen und Blasenschmerzsyndrom

Blasenentzündungen (Zystitis) sind eine spezifische Form der Harnwegsinfektion. Typische Symptome sind häufiges, schmerzhaftes Wasserlösen, Druckgefühl im Unterbauch und manchmal auch Fieber. In den meisten Fällen verläuft eine Zystitis harmlos.

Es gibt allerdings auch Frauen, bei denen Blasenentzündungen häufig auftreten. In diesen Fällen liegt der Verdacht auf andere Erkrankungen wie beispielsweise Veränderungen der Blase und der Harnleiter (strukturelle Anomalien), Blasensenkungen, Blasensteine oder Tumoren (Blasenkrebs) nahe. Um diese Erkrankungen auszuschliessen, sollten wiederkehrende Blasenentzündungen unbedingt fachärztlich abgeklärt werden.

Blasenschmerzsyndrom: Interstitielle Zystitis

Eine besondere Form der Blasenentzündung ist die interstitielle Zystitis (IC), die auch als auch als Blasenschmerzsyndrom oder chronischer Blasenschmerz bezeichnet wird. Die interstitielle Zystitis ist eine chronische Erkrankung, die sich schleichend über Jahre oder Jahrzehnte entwickelt. Sie tritt grundsätzlich bei beiden Geschlechtern auf. Aber 80 Prozent der Betroffenen sind Frauen, die meisten zwischen 40 und 60 Jahren alt.

Krebserkrankungen des Urogenitaltraktes

In der Schweiz erkranken nach Angaben der Krebsliga Schweiz (Stand Dezember 2023) jährlich etwa 330 Frauen an Blasenkrebs und fast ebenso viele an Nierenkrebs (320). Damit sind Blasenkrebs und Nierenkrebs die häufigste Krebserkrankungen des Urogenitaltraktes bei Frauen. Mit rund 80 Fällen pro Jahr sind bösartige Tumoren von Nierenbecken und Harnleitern bei Frauen beispielsweise deutlich seltener.

Uro-onkologische Expertise der Urologie Aarau

Die Ärztinnen und Ärzte der Urologie Aarau verfügen über exzellente uroonkologische Expertise – von der Diagnose über OP und Strahlen- oder Chemotherapie bis zur Nachsorge. Es ist unser Anspruch, Sie in jeder Phase der Krebserkrankung auf höchstem medizinischem Niveau und mit ausgeprägter menschlicher Empathie zu begleiten. Ausführlichere Informationen finden Sie hier: Uroonkologie – Krebserkrankungen des Harntraktes

Weitere Informationen der Urologie Aarau